Immer wieder ist es gerade das Gedicht, das Erfahrung verdichtet. Dies scheint besonders zu gelten für existenzielle Situationen wie Gefängnishaft, Bedrohung, Exil. Die Poeten dieses Abends setzen sich damit auseinander. Denn sind verdichtete Worte nicht auch das Einzige, was den Bedrängten als Verteidigung gegen diejenigen bleibt, die sie bedrängen? In vielen politi- schen Systemen der Welt sind es gerade die Autorinnen und Autoren - und allen voran die Poeten -, vor denen sich die Diktatoren fürchten. In Gedich- ten derart bedrängter Lyriker findet sich nicht nur traumatische Erfahrung, in ihnen scheint auch die Hoffnung immer wieder auf, dass Worte etwas be- wegen, ja verändern können.
With: Faraj Bayrakdar (Poet, Syrien/Schweden), Mansur Rajih (Poet, Jemen/Norwegen), Pegah Ahmadi (Poetin, Iran/Deutschland), Carlos A. Aguilera (Autor, Kuba/Deutschland)
Moderation: Matthias Göritz (Autor, Frankfurt)
Venue: Literaturhaus Frankfurt
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